Homeoffice: Der Tintenstrahler druckt alle paar Wochen, und dann nur Streifen
Seit dem Homeoffice steht in vielen Arbeitszimmern ein Tintenstrahl-Multifunktionsgerät, das alle paar Wochen ein Formular drucken soll und genau dann streikt: Streifen, fehlende Farben, leere Seiten. Der Grund ist die Physik der Tinte: In den mikrometerfeinen Düsen verdunstet Wasser, zurück bleiben Farbpigmente und Bindemittel, die die Düse verschließen. Je länger der Stillstand, desto härter der Pfropf.
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Warum Tinte im Homeoffice schneller eintrocknet
- Seltener Betrieb: Beim Drucken spült frische Tinte die Düsen. Ohne Betrieb trocknet die Restmenge in der Düse ein.
- Trockene Heizungsluft: Arbeitszimmer im Winter haben oft unter 30 Prozent Luftfeuchte, ideal zum Eintrocknen.
- Stromsparen per Steckerleiste: Wird der Drucker hart vom Strom getrennt, parkt der Wagen nicht sauber in der Kappstation, die Düsen liegen offen.
- Pigmenttinte: Schwarz ist bei vielen Bürogeräten pigmentiert und neigt stärker zum Verstopfen als Farbstofftinte.
Die 2-Minuten-Routine, die den Druckkopf rettet
- Einmal pro Woche eine Seite drucken, die alle Farben enthält: ein Foto, eine bunte Grafik oder das Düsentestmuster. Das kostet Cent-Beträge an Tinte und spart den Druckkopf.
- Drucker immer über die eigene Taste ausschalten, nie über die Steckerleiste. Erst wenn das Gerät dunkel ist, darf die Leiste aus.
- Nicht mit leeren Patronen stehen lassen. Eine leere Düsenreihe trocknet am schnellsten ein und überhitzt beim nächsten Druck.
- Gerät nicht neben Heizung oder in die Sonne stellen.
Wenn es schon passiert ist
Düsentest drucken, ein bis zwei Reinigungen, zwölf Stunden warten, Düsentest wiederholen. Wird es besser, noch ein Durchlauf. Bleiben dieselben Düsen aus, ist der Pfropf zu hart oder die Düse defekt. Mehr dazu in Streifen im Druck und Druckkopf verstopft. Bei fest verbauten Köpfen reinigen wir im Ultraschallbad, was Hausmittel nicht leisten.
Die ehrliche Alternative: Laser fürs Homeoffice
Wer nur alle paar Wochen Text druckt, ist mit einem kleinen Laserdrucker besser bedient: Toner trocknet nicht ein, das Gerät darf monatelang stehen. Wer Fotos oder Farbgrafiken braucht, bleibt beim Tintenstrahler und hält die Wochenroutine ein. Das sagen wir auch, wenn Sie uns ein eingetrocknetes Einsteigergerät schicken: Manchmal ist der Gerätewechsel die bessere Empfehlung als die Reparatur.
Aus der Werkstatt: der Drucker, der nur im Dezember lief
Ein Tintenstrahl-Multifunktionsgerät kam mit der Beschreibung „druckt seit dem Sommer nur noch Streifen“. Im Gespräch stellte sich heraus: Das Gerät druckt vor allem Weihnachtskarten und ein paar Formulare im Jahr, dazwischen steht es im ungeheizten Gästezimmer. Zwei Düsenreihen waren so hart eingetrocknet, dass die Ultraschallreinigung sie nur teilweise öffnete; eine Reihe blieb tot. Wir haben dem Kunden ehrlich zwei Wege genannt: Druckkopftausch oder ein kleiner Laserdrucker für die Formulare plus Fotoservice für die Karten. Er entschied sich für den Tausch, weil er die Farbdrucke behalten wollte, und druckt jetzt jeden Sonntag eine Testseite.
Häufige Fragen
Hilft es, den Drucker dauerhaft eingeschaltet zu lassen?
Sind Fremdtinten schuld am Eintrocknen?
Drucker defekt? Wir schätzen ehrlich ein
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