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Drucker druckt nicht: die acht häufigsten Ursachen, sinnvoll geprüft

Der Auftrag steht in der Warteschlange, das Gerät brummt kurz oder tut gar nichts, und auf dem Papier kommt nichts an. „Drucker druckt nicht“ ist die häufigste Suchanfrage rund um Drucker, und dahinter stecken sehr unterschiedliche Ursachen: von der hängenden Warteschlange bis zum defekten Netzteil. Dieser Ratgeber führt Sie in einer Reihenfolge durch die Prüfung, die von der wahrscheinlichsten und billigsten Ursache zur seltensten führt. So verlieren Sie keine Stunde mit dem Treiber, wenn eigentlich der Papiersensor klemmt.

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1. Die Testseite direkt am Gerät: der wichtigste Test

Bevor Sie am Computer irgendetwas ändern, drucken Sie eine Testseite oder ein Statusblatt direkt am Drucker, über das Menü oder die Tastenkombination aus der Anleitung. Damit trennen Sie zwei Welten:

  • Testseite kommt sauber heraus: Das Druckwerk funktioniert. Das Problem liegt in der Kommunikation zwischen Rechner und Drucker (Punkte 2 bis 4).
  • Testseite kommt nicht oder fehlerhaft: Das Problem liegt im Gerät selbst (Punkte 5 bis 8). Treiber-Neuinstallationen sind dann verlorene Zeit.

2. Warteschlange und Auftragsstau

Ein hängender Auftrag blockiert alle folgenden. Löschen Sie unter Windows in den Druckereinstellungen alle Aufträge, bei Bedarf mit einem Neustart des Druckerspooler-Dienstes; am Mac setzen Sie das Drucksystem über die Druckerliste zurück. Danach ein kleines Dokument drucken, kein PDF mit 80 Seiten.

3. Verbindung: USB, WLAN, Offline-Status

Zeigt das System den Drucker als „offline“, stimmt meist die Adresse nicht mehr: Der Router hat dem Drucker eine neue IP-Adresse gegeben, der Treiber-Port zeigt auf die alte. Drucken Sie das Netzwerk-Statusblatt am Gerät und vergleichen Sie die IP mit der im Treiber. Bei USB: anderes Kabel, anderer Port, kein Hub. Ausführlich im Ratgeber Drucker wird nicht erkannt.

4. Falscher Standarddrucker und Treiber

Nach Updates verschiebt sich gern der Standarddrucker auf „Microsoft Print to PDF“ oder einen Fax-Treiber. Prüfen Sie, wohin das Programm tatsächlich druckt. Erst wenn Testseite und Verbindung stimmen, lohnt der Treiber: entfernen, Gerät neu einrichten, Herstellertreiber statt Windows-Universaltreiber.

5. Patronen und Toner werden nicht erkannt

Der Drucker verweigert den Druck, wenn er eine Patrone oder Kartusche nicht erkennt, oft ohne klare Meldung. Entnehmen Sie alle Patronen, prüfen Sie die Kontakte auf Tinte und Fingerabdrücke, reinigen Sie sie mit einem fusselfreien Tuch und setzen Sie sie hörbar ein. Bei Fremdpatronen nach einem Firmware-Update: Es kann sein, dass das Gerät sie seit dem Update ablehnt. Ein leerer Toner bei Farblasern stoppt auch den Schwarzweißdruck, wenn das Menü so eingestellt ist.

6. Sensoren und Klappen: Papierstau ohne Papier

Meldet das Gerät Stau, obwohl kein Papier zu sehen ist, oder hält es eine Klappe für offen, blockiert ein Sensor. Ursache sind winzige Papierreste, Staub auf einer Lichtschranke oder ein abgebrochener Sensorhebel. Leuchten Sie den Papierweg mit einer Taschenlampe aus und entfernen Sie Reste in Zugrichtung. Bleibt die Meldung, ist das ein Werkstattfall, siehe Papierstau beheben.

7. Firmware hängt: der 2-Minuten-Reset

Gerät ausschalten, Netzstecker ziehen, zwei Minuten warten, wieder einstecken. Das klingt banal, löst aber hängende Firmware, volle Zwischenspeicher und WLAN-Module, die sich verklemmt haben. Bei Geräten mit Fehlercode auf dem Display notieren Sie den Code vorher und schlagen ihn in der Fehlercode-Übersicht nach.

8. Hardware: Netzteil, Mainboard, Druckwerk

Wenn die Testseite am Gerät fehlschlägt, das Gerät nach dem Reset weiter blockiert oder gar nicht mehr angeht, liegt der Fehler im Gerät: Netzteilplatine nach Überspannung, defekter Druckkopf, blockierter Patronenwagen, verschlissene Fixiereinheit oder ein Mainboard mit defekter Firmware. Hier endet die Selbsthilfe. Wir diagnostizieren auf Bauteil-Ebene und nennen Ihnen einen Festpreis, bevor irgendetwas repariert wird.

Aus der Werkstatt: der Drucker, der drei Treiber überlebt hat

Ein Steuerbüro schickte uns ein Multifunktionsgerät mit der Notiz: „Treiber dreimal neu installiert, druckt trotzdem nicht.“ Die Testseite am Gerät kam sauber heraus, und damit war die Diagnose in zwei Minuten klar: Das Druckwerk war in Ordnung. Im Gerät fand sich eine feste IP-Adresse aus einem alten Router-Netz; nach dem Umzug ins neue Netz war der Drucker für alle Rechner unsichtbar, der Auftrag hängte in der Warteschlange und erzeugte den Eindruck eines Defekts. Lösung: Netzwerkeinstellungen zurückgesetzt, feste Adresse im neuen Router vergeben, Drucker auf den Arbeitsplätzen neu eingerichtet. Kosten: die Diagnose, keine Reparatur. Die Lehre daraus ist Punkt 1 dieses Ratgebers: Erst die Testseite, dann alles andere.

Häufige Fragen

Der Drucker druckt nur leere Seiten. Was bedeutet das?
Bei Tintenstrahlern sind die Düsen eingetrocknet oder der Druckkopf ist defekt, bei Laserdruckern ist der Toner leer, die Transportsicherung der Kartusche noch drin oder die Hochspannungseinheit defekt. Ein Düsentest beziehungsweise eine Sichtprüfung der Tonerkartusche grenzt das ein.
Der Drucker druckt, aber nur vom Handy, nicht vom PC.
Dann ist das Gerät in Ordnung und der PC-Treiber oder sein Port ist das Problem. Drucker im System entfernen, Herstellertreiber laden, Gerät neu einrichten.
Lohnt sich die Reparatur, wenn die Testseite fehlschlägt?
Das hängt vom Gerät ab. Bei Multifunktionsgeräten der Büroklasse, Laserdruckern und Tanksystemen in aller Regel ja. Bei Einsteiger-Tintenstrahlern sagen wir Ihnen in der Antwort auf Ihre Anfrage ehrlich, ob es sich lohnt.

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