Drucker geht nicht an: Ursachen von Steckdose bis Netzteilplatine
Kein Display, keine LED, kein Anlaufgeräusch: Ein Drucker, der gar nicht mehr angeht, hat entweder keinen Strom oder ein defektes Netzteil. Beides lässt sich gut eingrenzen, und Netzteildefekte gehören zu den lohnendsten Reparaturen, weil das Druckwerk in der Regel unbeschadet ist.
Genau Ihr Fall? Jetzt Formular ausfüllen und Versandinfos erhalten (2 Minuten) →
Redaktion: Technikretter-Team · Fachlich geprüft vom FBB-Werkstattnetz · FBB-Service Management GmbH, Springe
Erst die einfachen Dinge
- Andere Steckdose, ohne Mehrfachsteckdose und Schalter. Steckerleisten mit Überspannungsschutz sperren nach einem Ereignis manchmal dauerhaft.
- Netzkabel fest eingesteckt, auf beiden Seiten; Kaltgerätekabel testweise von einem anderen Gerät nehmen.
- Externes Netzteil (Steckernetzteil, viele Canon- und HP-Tintenstrahler): Fühlt es sich lauwarm an? Leuchtet eine LED daran? Ein anderes Netzteil mit exakt gleicher Spannung und Steckerpolung testen.
- Einschalttaste 10 Sekunden gedrückt halten, danach normal einschalten.
- Gerät zwei Minuten stromlos lassen (Kondensatoren entladen), dann neu einschalten.
Symptome deuten
- Gar nichts: Netzteil, interne Sicherung oder Einschaltnetz auf der Hauptplatine.
- LED leuchtet kurz, geht wieder aus: Netzteil bricht unter Last zusammen, oft Elektrolytkondensatoren; oder ein Kurzschluss im Gerät (Motor, Druckkopf) löst die Schutzschaltung aus.
- Display an, Gerät reagiert nicht: Firmware hängt oder Hauptplatine; Fehlercode notieren.
- Klicken oder Brummen aus dem Netzteil: Sekundärseite kurzgeschlossen, Gerät vom Netz nehmen.
Nach Gewitter, Überspannung oder Stromausfall
Überspannung über das Stromnetz oder das Netzwerkkabel trifft zuerst das Netzteil, dann die Netzwerkschnittstelle, seltener die Hauptplatine. Typisch: Der Drucker geht nach dem Gewitter nicht mehr an, oder er geht an, aber das Netzwerk ist tot. Solche Schäden sind häufig ein Fall für die Hausrat- oder Geschäftsinhaltsversicherung. Dafür benötigen Sie einen Kostenvoranschlag oder eine Defektbestätigung, mehr dazu im Ratgeber Versicherung & Kostenvoranschlag.
Was die Werkstatt macht
Wir messen das Netzteil unter Last, tauschen defekte Kondensatoren, Sicherungen oder das komplette Netzteilmodul, prüfen die Hauptplatine auf durchgeschlagene Spannungsregler und testen anschließend das Druckwerk. Ist die Hauptplatine betroffen, entscheidet die Ersatzteillage; das sagen wir Ihnen im Festpreis-Angebot, bevor irgendetwas repariert wird.
Aus der Werkstatt: das Netzteil, das nur noch zwinkerte
Ein Laserdrucker aus einer Praxis ging nach einem Stromausfall nicht mehr an; die Betriebs-LED blitzte beim Einschalten einmal auf und blieb dunkel. Der Kunde vermutete die Hauptplatine und war auf einen Neukauf eingestellt. Die Messung zeigte: Das Netzteil brach unter Last zusammen, zwei Elektrolytkondensatoren waren aufgebläht. Nach dem Tausch der Kondensatoren und einer Sicherung lief das Gerät stabil, Hauptplatine und Druckwerk hatten den Ausfall unbeschadet überstanden. Die Reparatur lag weit unter dem Neupreis, und der Tonervorrat der Praxis blieb nutzbar. Eine Steckdosenleiste mit Überspannungsschutz war die Empfehlung für den Anschluss.
Häufige Fragen
Kann ich einfach ein anderes Netzteil anschließen?
Der Drucker geht an, aber nur, wenn ich lange drücke.
Zahlt die Versicherung nach einem Blitzschaden?
Drucker defekt? Wir schätzen ehrlich ein
Der Drucker-Doktor repariert Tintenstrahl-, Laser- und Multifunktionsgeräte deutschlandweit per Einsendung, Kopierer auf Wunsch vor Ort. Versandinformationen per E-Mail, Diagnose, Kostenvoranschlag mit Festpreis, nichts ohne Ihre Freigabe.
Jetzt Reparatur anfragen →